4 Tage in New York: Mein Reiseplan mit den schönsten Sehenswürdigkeiten

Ein Kurztrip in New York? Ja, das geht. Vier Tage reichen zwar nicht aus, um jede Ecke der Stadt zu entdecken, für die schönsten Sehenswürdigkeiten und einige meiner persönlichen Geheimtipps aber allemal. In diesem Reiseplan teile ich meine Erfahrungen und die Highlights, die ich jederzeit wieder besuchen würde.

Tag 1: Brooklyn Bridge, DUMBO, Williamsburg, Staten Island Ferry

Brooklyn Bridge & DUMBO

Den ersten Tag bist du vermutlich aufgrund des Jetlags sehr früh wach, das kannst du perfekt nutzen, um die schönsten Spots bei Sonnenaufgang zu sehen, ohne die großen Menschenmassen.
Bevor es aber losgeht, um die Stadt zu erkunden, solltest du dir in jedem Fall eine Metrocard kaufen. Diese kostet für 7 Tage etwa $35 und du kannst so viel umher fahren, wie du magst. 

Ist die Metrocard gekauft (gibt es übrigens an jeder Station), geht es zum ersten Stopp nach Brooklyn. Die York Station bietet eine super Ausgangssituation für die Erkundung in Brooklyn. Von dort kannst du den Stadtteil DUMBO erkunden, der für die Washington St bekannt ist, einer der beliebtesten Fotospots mit der Manhattan Bridge im Fokus. Außerdem findest du unter der Manhattan Bridge, in der Water St, auch die Wohnung von Jenny, Dan und Rufus Humphrey aus der Serie Gossip Girl.
Anschließend geht es auf die Brooklyn Bridge, auf der sich tagsüber tausende von Besuchern tummeln. Morgens (vor 8 Uhr) hast du meistens Glück, dass es noch recht leer ist und du die Aussicht alleine genießen kannst. 



Brooklyn Bridge Park

Direkt am Wasser kannst du von der Brooklyn Bridge aus zum Brooklyn Bridge Park spazieren. Direkt am Wasser rund um Jane’s Carousel lädt die Kulisse zum Verweilen ein. Das Empire Stores in der Water St lädt zu einem Lunch ein oder auch zu einem tollen Ausblick von der Dachterrasse auf die Skyline von Manhattan und die Brooklyn Bridge.

Williamsburg

Von Brooklyn aus habt ihr es nicht weit bis Williamsburg, ein sehr kreatives Viertel in New York. Neben vielen tollen Cafés und kleinen Shops lohnt es sich direkt an der Pier entlang zu spazieren und die Skyline von Manhattan zu genießen. Der Domino Park ist ein recht neu errichteter Park entlang der Wasserkante und bietet neben Outdoor Aktivitäten wie Beach Volleyball auch Spielplätze und Picknickwiesen und das immer mit der besten Aussicht auf das busy Manhattan. 

Tag 2: Times Square, Central Park, Grand Central Terminal, The Vessel, Highline

Times Square

Den zweiten Tag starten wir mit dem wohl vollsten Ort in ganz New York, dem Times Square. Schillernde Lichter, zig Figuren, die dich zu einem Selfie überreden wollen, Straßenkünstler und Musik halten den Ort rund um die Uhr lebendig. Am Times Square sind unzählige Shops, unter anderem ein Highlight für alle M&M Fans, der M&M Store. Der Store ist riesig und ihr könnt euch aus den unterschiedlichsten Sorten, die sich übrigens in riesigen Säulen verteilt über den Store strecken, eine individuelle M&M Tüte zusammenstellen. Definitiv kein Schnäppchen, aber ein Erlebnis wert. 



Central Park

Eins meiner absoluten Highlights der Stadt ist definitiv der Central Park. Die grüne Lunge New Yorks ist wie eine andere Welt, weitab vom Trubel mit ruhigen Parkflächen und Straßen, wirkt der Park manchmal wie eine andere, sehr ruhige Stadt. Natürlich könnt ihr den Central Park gut zu Fuß erkunden, aber eine Fahrradtour bietet euch die Möglichkeit, Größe und Vielfalt des Parks zu sehen. Am Columbus Circle stehen mehrere Fahrradverleiher, die dir ihre Räder anbieten. Die Preise der Anbieter variieren stark und Handeln lohnt sich hier. Vielleicht als Orientierung; wir haben für 3 Stunden $15 (Stand 2019) gezahlt, ursprünglich sollten es $30 sein. 

Im Park empfehle ich euch den Besuch der Strawberry Fields, ein Memorial zu Ehren von John Lennon, der vor seinem Apartment am Central Park erschossen wurde. Ein beliebter Spot unweit der Strawberry Fields ist der See “The Lake”. Vom “Hernshead” hast du eine tolle Aussicht auf den See, das Grün und die umliegenden Gebäude. Am “The Lake” findest du ebenfalls die “Bow Bridge”, die dich über den See führt und eine tolle Möglichkeit bietet, um die Seele baumeln zu lassen in der grünen Oase New Yorks. Der Central Park ist riesig groß und man könnte hier wohl mehr als einen ganzen Tag verbringen, aber für einen ersten Eindruck und das Gefühl in einer anderen Welt zu sein, obwohl die Stadt, die niemals schläft, noch immer so nah ist, sind die drei Spots perfekt.




Tipp: Bucht euch die Räder mindestens 3 Stunden, so könnt ihr entspannt durch den Park
fahren und auch mal anhalten, ohne Stress zu haben.

Grand Central Terminal

Ein weiteres Highlight an diesem Tag ist der Hauptbahnhof in New York, der Grand Central Terminal. Hier ist immer viel Trubel und die wahnsinnig vielen Verbindungen und Menschen, die aus den verschiedensten Eingängen kommen, haben mich sehr beeindruckt. Jeden Tag laufen etwa 750.000 Menschen durch den Grand Central Terminal, jedoch fährt kein Zug durch den Bahnhof durch. Jeder Zug, der dort hält, endet oder startet hier. Hast Du gewusst, dass Du dich in eine Ecke der Eingangshalle stellen kannst und wenn Du etwas flüsterst hört derjenige, der in der gegenüberliegenden Ecke steht, deine Worte? Leider habe ich es vor Ort nicht ausprobiert, sage mir gerne Bescheid, ob es tatsächlich stimmt.


Tipp: Nehme dir einen Moment und schaue in der Halle nach oben.
Dort findest du viele aufgemalte Sternenbilder.

Hudson Yards Vessel & High Line Park

Zum Abschluss des Tages geht es Richtung Downtown zum Hudson Yards Vessel. Der „Vessel“ ist ein Treppengebäude, welches die 15 Etagen miteinander verbindet. Insgesamt hat das Treppenhaus 80 Aussichtsplattformen, von denen man verschiedene Perspektiven auf Downtown New York hat. Auch wenn ihr nicht auf den Vessel geht, finde ich es ist ein architektonisches Highlight in der Stadt. Direkt in der Nähe des Vessels beginnt der High Line Park. Der High Line Park ist eine stillgelegte Bahntrasse, auf der ein Park angelegt wurde, der sich über 2,3km erstreckt. Am Abend ist der Weg entlang der Trasse schön beleuchtet und du kannst die ebenfalls beleuchtete Stadt, die niemals schläft aus einer anderen Perspektive entdecken.

Tag 3: Roosevelt Island, Coney Island, Pier 35, Rooftop Bar

Roosevelt Island

Was gibt es denn auf Roosevelt Island zu sehen? Hier ist vor allem der Weg das Ziel. 
Die Tramway verbindet die Stadtteile Queens und Manhattan über den East River.
Mit deiner Metrocard kannst du die Tramway kostenfrei nutzen und du schwebst durch die Häuserschluchten in bis zu 80m Höhe durch die Stadt. Die Überfahrt dauert nur etwa 4 bis 5 Minuten.



Coney Island

Zurück in Manhattan steigst Du in die nächste Metro und verlässt Manhattan erneut. Es geht an den Strand nach Coney Island, dem südlichsten Punkt von Brooklyn. Die Insel ist unter anderem für ihren Freizeitpark, den „Luna Park“ bekannt. Für den Park gibt es verschiedene Möglichkeiten zu zahlen. Entweder kannst Du für einzelne Fahrten zahlen oder aber Du kaufst den „Luna Pass“, mit dem Du „unlimited rides“ hast. Freizeitparks sind mein persönlicher Graus, daher hat mir die Aussicht auf das Riesenrad gereicht. Coney Island ist ein Ort, der so gar nicht in das typische Bild von New York passt und das macht ihn so besonders. Dem wahnsinnigen Trubel von Manhattan kann man hier perfekt entkommen und für ein paar Stunden die Seele am Strand baumeln lassen. Denn sind wir mal ehrlich, eine Stadt wie New York zu besichtigen ist wahnsinnig toll und beeindruckend aber auch anstrengend zugleich. Dafür ist ein Ort wie Coney Island perfekt. Du kannst dir den Seewind um die Ohren pusten lassen und bei einem kühlen Getränk an der Pier das bisher Erlebte in der hektischen Stadt verarbeiten.



Pier 35 & Rooftop Bar

Zum Sonnenuntergang geht es an die Pier 35. Von der Pier aus hast Du einen tollen Blick auf den Sonnenuntergang und die Manhattan Bridge. Wenn Du Glück hast, kannst Du eine der Schaukeln ergattern und den Sonnenuntergang dort genießen. Was bei einem Besuch in New York wohl kaum fehlen darf, ist der Besuch in einer Rooftop Bar. Es gibt unzählige Rooftop Bars, wir waren in der Rooftop Bar in der Nähe unseres Hotels im AC Hotel* in der Bar „Heaven“*. Eine kleine Bar, die sehr liebevoll und gemütlich eingerichtet ist. Du kannst sowohl drinnen als auch draußen sitzen und die Sicht auf die Stadt genießen.

Tag 4: 9/11 Museum & Memorial, Top of the Rock, Staten Island Ferry

9/11 Museum & Memorial

New York ist eine beeindruckende Stadt, die aber auch eine der größten Tragödien unserer Zeit als Teil ihrer Geschichte hat, den Terroranschlag vom 11. September 2001. Die Stadt hat es geschafft, eine unfassbar würdevolle und emotionale Erinnerung an einen der wohl schlimmsten Tage in der US-Geschichte zu schaffen. Einen Besuch im 9/11 Museum kann ich dir von Herzen empfehlen. Es ist schwerer Tobak, aber der Besuch lohnt sich. Es ist einfach unvorstellbar, dass dieses Ereignis genau an diesem Ort passiert ist, wo Du zu dem Zeitpunkt gerade bist. Die Ausstellung zeigt Trümmerteile der Twin Towers, Flugzeugteile, persönliche Gegenstände der Opfer, Audio- und Videoaufnahmen von diesem Tag, Reaktionen der Hinterbliebenen und vieles mehr. In dem Museum herrscht teilweise eine erdrückende Stille. Hin und wieder hört man einige Menschen weinen oder wie sie sich darüber unterhalten, wie unvorstellbar das Ganze ist. Man kann dieses Gefühl nicht wirklich beschreiben. Das Museum ist nicht nur eine Ausstellung, um Touristen den Ort des Geschehens zu zeigen. Es ist auch ein Ort, an den Trauernde zurückkehren, um Abschied zu nehmen, um nach dem Warum zu fragen und ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen. Sobald man aber die Tür öffnet, das Museum verlässt und auf die riesigen Brunnen zuläuft, den Ort, an dem die beiden Gebäude des World Trade Centers standen, in dem die Namen der Verstorbenen eingraviert sind, wird einem das Ausmaß bewusst. Dieser Ort ist etwas ganz Besonderes. Er erinnert an einen Tag in der Geschichte, an dem Amerika stillstand. Es ist in Worten und auch in Bildern nur schwer zu erklären, was für ein Gefühlschaos in dem Moment in einem herrscht. Ich empfehle euch das Museum und das Memorial auf jeden Fall zu besuchen, nehmt euch danach aber auch die Zeit das Ganze zu verarbeiten und zieht nicht gleich los zum nächsten Punkt auf eurer Liste. Nach so einem Ort darf auch in New York einmal innegehalten und Pause gemacht werden.




Tipp: Buche vorher online ein Ticket für eine Uhrzeit, sodass Du vor Ort nicht anstehen musst.


Übrigens: In einigen Namen auf dem Memorial stecken manchmal Rosen.
Die verschiedenen
Farben der Rosen verraten dir warum.
Weiße Rose: Geburtstag der Opfer
Gelbe Rose: Immer 11. November zum Veteran Day

Rockefeller Center - Top of the Rock

New York ohne den Besuch einer Aussichtsplattform? Kann man machen, empfehle ich aber nicht. Ich finde die Stadt von oben zu sehen ist jedes Mal super beeindruckend. Mittlerweile bietet die Stadt unzählige Aussichtsplattformen, meine liebste ist und bleibt wohl das Top of the Rock, das Rockefeller Center. Das Besondere am Rockefeller Center ist, dass Du alle bedeutenden Gebäude und Sehenswürdigkeiten der Stadt sehen kannst. Das Empire State Building, das One World Trade Center, die Brooklyn Bridge, die Freiheitsstatue und natürlich den Central Park. Solltest Du zur Weihnachtszeit in New York sein, hast Du Glück und kannst den größten Weihnachtsbaum in New York bewundern, der vor allem durch den Film „Kevin allein in New York“ so bekannt wurde. Er steht direkt vor dem Rockefeller Center. Solltest Du den Film noch nicht kennen, bekommst Du von mir die Hausaufgabe, den Film zu schauen.



Staten Island Ferry - Statue of Liberty

Bist du bereit für das letzte Highlight in dieser tollen Stadt und das auch noch kostenfrei dank deiner Metrocard? Dann nichts wie rauf auf die Staten Island Ferry, die alle halbe Stunde an der Station neben dem Battery Park in Richtung Staten Island ablegt. Die Fähre fährt direkt an der Freiheitsstatue vorbei und Du hast auch von hier einen tollen Blick auf Manhattan. Außerdem gibt es auf Staten Island ein Einkaufszentrum, aber auch hier ist der Weg das Ziel.

Hotelempfehlung New York

Ich empfehle euch das Hotel, in dem wir übernachten haben; das Element New York Times Square West*. Das Hotel ist sauber und modern eingerichtet, das Frühstück ist inklusive und für amerikanische Verhältnisse sogar sehr vielfältig und es gibt sogar eine kleine Dachterrasse. Für New Yorker Verhältnisse ist das Hotel recht günstig (jedenfalls zu unserer Reisezeit im Oktober) und die Lage ist, direkt neben dem Port Authority, dem Gebäude der New York Times und dem Times Square, ebenfalls unschlagbar.

Ich wünsche euch eine ganz tolle Zeit in New York und hoffe, dass ich euch den ein oder anderen Tipp an die Hand geben kann.

Louisa ☺️

*Dieser Blogbeitrag enthält unbezahlte Werbung für die Stadt New York sowie eine Hotelempfehlung